Projekte | Studien | Neubau Ärztehaus Gransee – Realisierungswettbewerb

Ärztehaus | Realisierungswettbewerb – 3. Preis

Planungszeit | September 2017

Gransee | Rudolf-Breitscheid-Straße

Realisierungswettbewerb – Aufgabenstellung:

Ziel des Wettbewerbes ist die Erlangung eines realisierbaren Entwurfs, der die gestalterischen funktionalen, betriebstechnischen und wirtschaftlichen Anforderungen erfüllt und sich mit den architektonischen und städtebaulichen Ansprüchen des Standortes auseinandersetzt.

Der maximal dreigeschossige Neubau soll sich harmonisch aber eigenständig in das Umfeld einfügen und Raum für die ambulante ärztliche Versorgung zur Verfügung stellen. Insgesamt sind vier Arztpraxen mit insgeamt ca. 600 qm BGF in den Obergergeschossen des Neubaus zu planen. Das Erdgeschoss soll Platz für gesundheitsaffine Einzelhandelseinrichtungen bieten.

Der Neubau soll so flexibel konzipiert werden, dass eine spätere Veränderung von Nutzerbedürfnissen eine Anpassung bzw. Umnutzung des Gebäudes ermöglicht. Insbesondere soll bei der Grundrissgestaltung darauf geachtet werden, dass Praxisräume entstehen, die einen zukünftigen Wechsel von Fcharztrichtungen ohne (wesentliche) Grundrissveränderung und Umbauten gewährleisten.

Erläuterungsbericht 09/2017:

Bei der architektonischen Lösung für die Lückenschließung wird sowohl der bestehende Stadtgrundriss beachtet, als auch die Architektursprache der umgebenden Bebauung. Im Sinn einer Fortschreibung von Stadtgeschichte und damit auch Stadtbild erfolgt jedoch eine zeitgemäße Interpretation dieser Prinzipien.
Eine besondere Bedeutung besitzt hier die direkte funktionale – und damit auch gestalterische – Einbindung des Bestandsgebäudes Rudolf-Breitscheid-Straße 30. Dieses Gebäude besitzt im Straßenzug von der Größe und der Gestaltung eine dominante Rolle, die von den sonstigen umgebenden Gebäuden abweicht. In Berücksichtigung dieser Situation wurde die Neubebauung architektonisch so ausgeprägt, dass zwischen diesen unterschiedlichen Bebauungen von der Kubatur und der Fassadengestaltung her vermittelt wird. Insbesondere erfolgt das durch den direkt an das Bestandsgebäude anschließenden dreigeschossigen Erschließungskern und den zweigeschossigen plastisch gestalteten Neubau, der durch die Fassaden- und Dachabwinklung gestalterisch selbstbewusst zur angrenzenden zweigeschossigen Bebauung vermittelt.
Bei den Fassadenöffnungen wird das am Standort vorherrschende Prinzip der Reihung übernommen, baulich umgesetzt jedoch mit einer Architektursprache die der plastischen Gebäudekubatur entspricht. Zur Unterstützung der gestalterischen Verbindung von Bestandsbebauung und Neubaukörpern wird bei dem zweigeschossigen Neubauteil bewusst eine Dachgestaltung mit Dachgauben realisiert.

ZUR PRÄSENTATION: Ärztehaus Gransee