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26./27. Juni 2010

Das geheime Leben der Bauwerke
Zum „Tag der Architektur“ plauderten Experten aus dem Nähkästchen / Landeshauptarchiv präsentierte sein wiedererwecktes Jugendstil-Foyer

 

Foyer
Das Foyer des Landes-hauptarchivs in der Graf-Schack-Allee erstrahlt jetzt mit seinen blauen Wandornamenten wieder genauso wie im Baujahr 1911.

FOTOS: RAINER CORDES

 

SCHWERIN Wer ins Landeshauptarchiv
möchte, der braucht dazu mindestens
einen guten Grund, meistens noch einen
ausgefüllten Antrag und muss erst
einmal an der Tür klingeln.
Am Wochenende gab es die einmalige Chance, ohne vorherige Anmeldung vorbeizuschauen und sich beeindrucken zu lassen von einem grund-sanierten Bau, der Elemente des Jugendstil, Art Deco und Klassizismus vereint – und der heute wie vor hundert Jahren europaweit zur Spitzenklasse der Archivgebäude zählt.

 

So jedenfalls fasste es Architekt Joachim
Brenncke zusammen, der zum „Tag der Architektur“ am Sonnabend und Sonntag die öffentlichen Führungen durch das Gebäude begleitete.
Seit zehn Jahren ist sein Büro mit der Sanierung des Hauses befasst.
Zuerst ging es ans Magazin, ab 2008 war das Verwaltungsgebäude dran.
Nur Außenanlagen und Zaun fehlen jetzt noch. Hauptprobleme bei den 3,5 Millionen Euro teuren Arbeiten unter strengen Denkmalschutz-Gesichtspunkten:
Statik und Standsicherheit.