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DAB
Mai 2009; S.10 |
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Immer diese Tulpen. Für viele Besucher sind sie die blühenden Herzchen jeder Gartenschau, aber deren Veranstaltern machen sie oft Probleme: Voriges Jahr zum Beispiel wurden sie vor Eröffnung der Landesgartenschau in Schleswig von durchziehenden Graugänsen gefressen. Zugleich drohten sie im warmen Vorfrühling von Neu-Ulm zu verblühen, bevor die Schau losging. Und in der barocken Hauptachse der diesjährigen Bundesschau von Schwerin blühten sie zur Eröffnung trotz gartendenkmalpflegerischer Bedenken. Aber damit soll es dann auch genug sein: Unter den Tulpen und ihrer Erde ist Folie verlegt, die nach der Schau denkmalgerecht |
und für den Garten keimfrei abgeräumt wird. Auch die von Besuchern geforderten Rhododendren kommen hinterher wieder weg. Das klingt, als sei die Bundes-gartenschau 2009 eine eher kurzatmige Veranstaltung ohne die viel beschworene Nachhaltigkeit. Aber das Gegenteil ist wahr: Kaum eine Buga der letzten Jahrzehnte steht so sehr für Geschichte und Dauer wie die von Schwerin. Sie pflegt und erneuert Traditionslinien aus 300 Jahren Landschaftsarchitektur und will etwas hinterlassen, das für jeden erdenklichen Gebrauch taugt: toben oder promenieren, Rentnervergnügen und Kinderspiel, Sport oder Tourismus. |
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